Nachrüstung von Türelementen

14.04.2014

Hier erfahren Sie alles zum Thema Nachrüstung von Türelementen.

Täterarbeitsweise (Modus Operandi)

Quelle: "Kölner Studie 2011"

  1. Aufbrechen der Tür mit Werkzeugen im Bereich Schließblech 77%
  2. Öffnen der Tür ohne erkennbare Gewalt und Einbruchspuren (unverschlossene, nicht verriegelte Türen, Nachschlüssel) 11%
  3. Abbrechen von hervorragenden oder angreifbaren Schließzylindern 4%
  4. Aufbrechen der Türen  mit körperlicher  Gewalt ( Fußtritt, Schulterstoß) im Bereich Schließblech 5%
  5. Aufbrechen / Aufhebeln der Bandseite 2%
  6. Ziehen des Schließzylinders unter 1%
  7. Türdurchbruch unter 1%
  8. Schließzylinder an bohren unter 1%

 

Bei Wohnungseinbrüchen in Bei Wohnungseinbrüchen in Mehrfamilienhäusern dringen Täter in ca. 36 % der Fälle durch die Wohnungsabschlusstür ein; in den oberen Etagen steigt diese Quote auf über 90 %.

Die Hauseingangstür bei Einfamilienhäusern wird in 12 % und die Kellertür in knapp 5 % der Fälle angegriffen.

Wesentliches Sicherheitsmerkmal

Türen müssen als komplexe Einheiten gesehen werden. Nur das Zusammenwirken aller nachfolgend aufgeführten Bauteile und deren fachgerechte Montage ergeben ein hohes Maß an Sicherheit.

Bei ca. 11 % der Einbrüche durch Haus- oder Wohnungsabschlusstüren waren keine Angriffsspuren festzustellen.

Für die Polizei ist das ein Hinweis darauf, dass diese Türen nicht verschlossen, sondern lediglich zugezogen waren. Nutzen Sie vorhandene Sicherungsmöglichkeiten und riskieren Sie ggf. nicht Ihren  Versicherungsschutz!
Der Fachhandel bietet inzwischen auch selbstverriegelnde (mechanische und motorische) Verschlusseinrichtungen an, die neben der permanent vorhandenen Sicherungsfunktion ein hohes Maß an Bequemlichkeit und leichter Bedienung bieten.

SCHLÜSSELAUFBEWAHRUNG

Fußmatten, Briefkästen und sonstige „todsichere Verstecke“ sind als Aufbewahrungsorte für Schlüssel ungeeignet!
Die bei Verwandten, Freunden oder Nachbarn dauerhaft hinterlegten Schlüssel dürfen keinen Hinweis (z.B. Schlüsselanhänger) auf Ihre Wohnungsanschrift enthalten.

SCHLIEßANLAGEN

Wenn Sie den Einbau einer Schließanlage planen, empfehlen wir, sich ausführlich von den Fachberaterinnen und Fachberatern der Vorbeugungsdienststelle Ihrer Polizeibehörde informieren zu lassen. Das Angebot von mechanischen/ elektronischen Schließzylindern/Schließeinrichtungen und Schließanlagen unterliegt einem ständig innovativen Wandel.
Die einfachste Form einer Schließanlage ist die Gleichschließung; so können z.B. Gartentor, Garage, Keller- oder Nebeneingangstür, Vorhangschlösser und die Haustür mit demselben Schlüssel geschlossen werden.

Betrügereien, Einschleich- und Trickdiebstähle „zwischen Tür und Angel“ gehören zum kriminellen Alltag. In Ausnahmefällen kann es sogar zum Raubüberfall an der Haus- oder Wohnungstür kommen. Dabei nutzen Täter die Arglosigkeit und Hilfsbereitschaft der Bewohner und das Überraschungsmoment aus.
Dem Straftäter kann durch sicherheitsbewusstes Verhalten sein Vorhaben erschwert werden. Die nachfolgenden technischen Sicherungen bieten Ihnen wirksame Hilfestellung zu Ihrem sicherheitsbewussten Verhalten.

EINBRUCHHEMMENDE TÜREN DURCH NACHRÜSTPRODUKTE

Alles, was eine Tür in der Bestandsimmobilie mechanisch sichern kann, ist im Bereich der Nachrüstung zu montieren.

Empfehlenswerte Zusatzsicherungen bieten Ihnen die Funktionen:

  • gesichertes, spaltweites Öffnen der Tür durch Sperrbügel oder Stahlpanzerkette
  • bequeme Schließbarkeit der Sicherung von innen und außen
  • zusätzlicher Einbruchschutz bei An- und Abwesenheit.


KASTENSCHLOSS MIT SPERRBÜGEL
mit mauerverankerter Schließkasten
Das Kastenschloss bietet einen zusätzlichen Einbruchschutz nur dann, wenn

  • das Schloss fest auf dem Türblatt montiert und
  • der Schließkasten mauerverankert wird.


Grundsätzlich empfehlenswert sind Produkte, die über ein Prüfzeugnis einer Prüf- bzw. Zertifizierungsstelle verfügen, z.B. nach DIN 18104 Teil 1 oder VdS


Für Rohrrahmentüren (auch mit Glasfüllung) gibt es Kastenschlösser mit Sperrbügel in passender Ausführung. Bei  der Montage ist besonders auf die fachgerechte Befestigung von Schloss und Schließkasten zu achten.
In der Regel werden Kastenschlösser von innen mit einem Drehknauf bedient. Bei Türen mit Glasfüllung sollte dieses Schloss mit Innenzylinder versehen bzw. der Drehknauf verschließbar sein.


QUERRIEGELSCHLOSS MIT SPERRBÜGEL

Einen höherwertigen Schutz bieten geprüfte und zertifizierte Querriegelschlösser. Diese Schlösser müssen besonders fest montiert werden. Dazu sind die Schließkästen auf Metallunterplatten zu befestigen, die mit schräg ins Mauerwerk
verlaufenden Schwerlastdübeln verankert werden.


STANGENRIEGELVERSCHLUSS MIT SPERRBÜGELSCHLOSS

In Einzelfällen bietet sich auch der Einbau eines aufgesetzten …


Stangenriegelverschlosses mit Sperrbügelschloss
(insbesondere bei Doppelflügeltüren) an.
Hierbei ist auf die stabile Befestigung des oberen Schließkastens und auf einen ausreichend tiefen Riegeleinschluss in den Boden zu achten.
Inzwischen werden auch …


Mehrpunktverriegelungssysteme mit integrierter Distanzsperre angeboten.

Sie bieten Schutz gegen Kriminalität an der Haus- bzw. Wohnungsabschlusstür (Trick- und Einschleichdiebe, Überfälle usw.). Nutzen Sie bei Fremdbesuchern konsequent die Türdistanzsperre!


BEACHTEN SIE

  • Wohnungsabschlusstüren sollten über einen Weitwinkelspion (mind. 180 Grad) oder eine Video- Gegensprechanlage verfügen. Beide erlauben allerdings nur eine erste Vorkontrolle. Grundsätzlich sollte die Tür nur mit vorgelegtem Sperrbügel geöffnet werden.
  • Kastenschlösser mit Sperrbügel haben auch noch einen positiven Nebeneffekt. Sie können auch als Kindersicherung genutzt werden!
  • Abschließbare Sperrketten bieten keinen nennenswerten Einbruchschutz. Sie sollten nur dort Verwendung finden, wo die vorgenannten Schlösser nicht eingebaut werden können.
  • Nicht empfehlenswert sind Zusatzschlösser und Sperrketten, die von außen nicht schließbar sind. Im Notfall verhindern sie den Zutritt zur Wohnung, wenn sie von innen verriegelt sind.
  • Lassen Sie sich nicht durch „Tricks“ zum Öffnen der Tür verleiten (z.B. Auftreten angeblicher Amtspersonen, Mitleidsmasche, Mitteilungen und angebliche Lieferungen für Nachbarn, Befragungen usw.).


Türblatt, Zargenstabilität und Zargenbefestigung

Zarge und Türblatt lassen sich bei einer vorhandenen Tür nur bedingt stabilisieren. Dagegen gewährleistet das Zusammenwirken aller Systemkomponenten an einer Tür (Türblatt, Zarge, Beschläge, Verschlusseinrichtungen u. a.) ein hohes Maß an Sicherheit gegen Einbrüche und andere Kriminalitätsformen.


HOLZTÜREN

Der Aufbau von Wohnungsabschlusstüren ist unterschiedlich.
Türen mit einer Wabeneinlage aus Pappe oder aus Röhrenspanstegen, sind als Abschlusstüren ungeeignet.

Sie bestehen aus einem Deckblatt und einer wabenförmigen Einlage aus Papier, Pappe, Kunststoff oder Stegen aus Pressholz (Röhrenspanstege). Nachrüstmaßnahmen mit verdeckt eingebauten Elementen sind mangels fehlender Grundstabilität nicht Erfolg versprechend.


Vollholztüren sind erheblich stabiler.

Aufgrund ihres Aufbaus (beidseitige Verkleidung mit Massivholzbrettern) bieten sie einen guten Schutz gegen Einbrüche durch das Türblatt. Außerdem können bei diesen Türen Schlösser, Türbänder und sonstige Beschläge besonders gut eingepasst und stabil befestigt werden.

 

 

 

Die Türblattstärke beträgt in der Regel mehr als 40 mm.

Füllungstüren sind nur in Einzelfällen einbruchhemmend.

Ihre Widerstandsfähigkeit hängt von der Stabilität der Füllplatte und deren Befestigung ab.

 

NACHRÜSTUNGEN VON TÜRBLÄTTERN

Türblätter können durch innen aufgesetzte Span-, Holz- oder Metallplatten (Stärke > 15 mm Multiplex, Birke oder Kiefer massiv bzw. Stahlblechplatten > 2 mm) verstärkt werden.
Sie sind an mindestens 10 Stellen zu verschrauben. Die Schrauben (> ∅ 8 mm) müssen auf dem Türblatt durch Unterlegscheiben (> ∅ 25 mm) abgestützt werden und dürfen von außen (Angriffseite) nicht abschraubbar sein.

Bei Türen mit Glasfüllungen kann der Widerstandswert durch angriffhemmende Verglasung, Aufsatzrahmen mit angriffhemmenden Materialien, Schutzfolien, Kombinationsverglasungsstoffen und Gitter  erhöht werden. Auf eine fachgerechte Montage ist dabei zu achten.

Die Türblattstärke beträgt i. d. R. mehr als 45 mm

 

METALLTÜREN

Äußerlich solide erscheinende, doppelwandige Metalltüren (z.B. im Kellerbereich) werden vielfach als ausreichende Absicherung angesehen. Sie sind i. d. R. jedoch nur feuerhemmend (FH-Tür) ausgelegt. Ihr Einbruchschutz ist vielfach unzureichend. Insbesondere entsprechen Riegelstärke- und Ausschluss des Einsteckschlosses keinen einbruchhemmenden Anforderungen.
Eine Kombination von feuerhemmenden und einbruchhemmenden Eigenschaften ist jedoch möglich und wird im Fachhandel angeboten (Bezeichnung z.B. T30/WK2).

Eine Nachrüstung dieser feuerhemmenden Türen ist nicht statthaft, wenn es sich um baurechtlich vorgeschriebene Rauch- oder Feuerschutztüren handelt.

 

ZARGEN

Türrahmen aus Holz (Zargen) müssen insbesondere im Bereich des Schließblechs und der Bänder stabil befestigt und insgesamt druckfest hinterfüttert sein.
Mauerverankerte Bänder und Schließbleche erhöhen die Befestigung.
Das alleinige Ausschäumen der Hohlräume mit Montageschaum reicht nicht aus.

Metallzargen müssen ausreichend stabil mit dem Mauerwerk verbunden sein. Eine der Bausubstanz angepasste Befestigungstechnik ist anzustreben (Hochleistungsdübel). Mauerumfassende Stahlzargen sind Winkelzargen vorzuziehen.
Aufsatzzargen sind dann empfehlenswert, wenn die Montagevorschriften analog DIN V ENV 1627 -1630 beachtet werden.



Hinweis:

Vergleichen Sie die Kosten einer Türblattaufdoppelung und Zargenverstärkung pp. Mit dem Angebot geprüfter, einbruchhemmender Türen nach DIN V ENV 1627 – 1630 ab WK RC2.

Beachten Sie

Im Privatbereich ist der Türblattdurchbruch eine sehr seltene Täterarbeitsweise, dies gilt auch für den Durchstieg von Glasfüllungstüren. Im gewerblichen Bereich ist diese Arbeitsweise in Einzelfällen anzutreffen und muss daher sicherungstechnisch berücksichtigt werden.

 

WINKELSCHLIESSBLECH MIT MAUERANKER

Empfehlungen bei Holzzargen (Blendrahmen und Futter):  

  • ausreichend stabile Winkelschließbleche
    (mind. 3 mm stark),
  • mehrfach im Mauerwerk verankert
    (z.B. mit beweglichen oder starren Mauerankern) oder
  • besonders fest mit der Zarge verbunden, wenn der Anschluss an das Mauerwerk nicht möglich ist
    (z.B. vielfach verschraubtes 500 mm Langschließblech).
  • Schließbleche von Mehrpunktverriegelungen sollten sich ebenfalls an den o. a. Merkmalen orientieren.


Sicherheitsschließblech mit Erhöhten Widerstandswert bieten geprüfte Schließbleche.


Empfehlungen bei Metallzargen

Metallzargen sollen im Bereich der Fallen und Riegelaussparungen mit mehrfach verschraubten, massiven (Edelstahl-) Schließblechen (Aufsatz-/ Winkelschließ-platten) verstärkt werden, um ein Ausreißen zu erschweren.

 

EINSTECKSCHLÖSSER FÜR AUSSENSÜREN

Die Sicherheit von Außentüren hängt von deren sicherem Verschluss ab. Viele Schlösser entsprechen nicht den heutigen Anforderungen und sind leicht zu überwinden.


Typische Schwachpunkte sind:

  • zu geringer Riegelausschluss
  • Fallenkopf- und/oder Schließriegel sind aus nicht gehärteten Materialien
    (z.B. Kunststoff, Druckguss o. a.)
  • der verstärkte Riegelkopf endet an der Schlossstulp
  • fehlender Bohrschutz

Einbruchhemmende Zylindereinsteckschlösser zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus, die den Sicherheitswert gegen Gewalteinwirkung erhöhen.
Die DIN 18251 und VdS-Schadenverhütung klassifizieren Zylindereinsteckschlösser. Die Widerstandswerte und    die Anwendungsbereiche sind aus der nachfolgenden Tabelle zu ersehen:

Zylindereinsteckschlösser

Anwendung
nach
DIN 18251

Widerstandsklasse
nach
DIN 18251

Klassifizierung
nach
VdS 2201

„leichte Innentüren“

1

---

Innentürschloss

2

---

Wohnungsabschlusstüren

3

A
einfache Einbruchhemmung

Schloss für Einbruchhemmung

4

B
einfache Einbruchhemmung

Schloss für erhöhte Einbruchhemmung

5

C
einfache Einbruchhemmung


Besonders empfehlenswert für Außentüren sind Einsteckschlösser nach DIN 18251 Klasse 4 + 5 bzw. VdS Klasse B + C, die sich durch mittlere bzw. erhöhte Einbruchhemmung auszeichnen.

 

 

ZYLINDEREINSTECKSCHLÖSSER

Sicherheitsmerkmale

  • stabiles Schlossgehäuse ohne Eingriffsmöglichkeit von außen
  • abschließbare oder selbst- arretierende Schlossfalle
  • Riegelkopf aus Stahl, nach innen verlängert
  • mindestens 20 mm Riegelausschluss
  • ggf. automatische Verriegelung durch Fallen- oder Automatikriegel


Herkömmliche Einsteckschlösser für Metallrahmentüren Rohrrahmen) fallen konstruktiv sehr schmal aus.
Vielfach lassen sich deren Riegel nur eintourig ausschließen und greifen deshalb nicht tief genug in die Aussparung des Rahmens ein.
Um einen guten Einbruchschutz zu haben sollte das Einsteckschloss zweitourig schließbar sein und der Schließriegel mindestens 20 mm in das vorgesehene Schließblech hineinragen.

 

SCHWENKRIEGELSCHLÖSSER

Einbruchhemmende Schwenkriegelschlösser (nach DIN 18251 in den Klassen 4 + 5) sind für Metallrahmentüren besonders geeignet.

Sie zeichnen sich durch

  • einen ausreichend weiten (ausschwenkenden) Riegelausschluss
  • eine erhöhte Stabilität des Riegels aus. Sowohl als
  • Mittelschloss mit Falle oder als
  • Zusatzschloss ohne Falle (oberhalb und/oder unterhalb des Mittelschlosses installiert) sind sie nachträglich montierbar.



WICHTIG


Rohrrahmeneinsteckschlösser müssen ggf. innerhalb des Rohrrahmenprofils gegen Verkanten bzw. Abkippen mit Unterlegplatten abgestützt/unterfüttert werden.

Der Einbau muss passgenau erfolgen.

Bilder: Nemef, Basi, VdS

 


WEITERE SCHLOSSVARIANTEN

Teleskopriegelschlösser, die mit einer Schlüsseldrehung einen doppelten Riegelschluss von ca. 20mm gewährleisten, sind anderen vorzuziehen. Sie erreichen jedoch nicht die Stabilität von Schwenkriegelschlössern.

Auch Zuhaltungs-Einsteckschlösser können Verwendung finden. Sie zeichnen sich durch hohe Nachsperrsicherheit aus, sofern sie

  • mindestens sieben asymmetrisch angeordnete Zuhaltungen       haben,
  • Nachschließ- und Aufsperrsicherheiten sowie
  • Erschwernisse der Schlüsselkopierbarkeit aufweisen (VdS 2261).

 

SELBSTVERRIEGELNDE UND/ODER -ENTRIEGELNDE EINSTECKSCHLÖSSER

Mechanisch selbstverriegelnde oder elektromotorisch selbstverriegelnde und selbstentriegelnde Verschlusseinrichtungen sind bereits erhältlich. Sie können (u. a.) über bewährte mechanische Profilzylinder betätigt oder über Transponder, Code- und Chipkarten berührungslos angesteuert und ggf. zusätzlich abgesichert werden.

Eine Einbruchhemmung der Türfüllung ist hierbei in der Regel erforderlich, bei Glasfüllungen sind die entsprechenden einbruchhemmenden Verglasungen zu verwenden.

Solche komfortablen Bedienungslösungen sorgen für automatisch ver- (bzw. ent-) riegelte Zugangstüren.

Durch den nachträglichen Einbau von Mehrpunktverriegelungssystemen kann der Schutz weitgehend verbessert werden.
Besteht die Möglichkeit, sie in eine Tür einzubauen, ist dies eindeutig zu bevorzugen.

 

MEHRFACHVERRIGELUNGEN

Mehrpunktverriegelungen sind als Einsteckschlösser oder als aufgesetzt montierbare (Stangen-) Riegelschlösser erhältlich. Üblich sind Mehrpunktverriegelungen mit zwei oder mehr ausschließenden Bolzen, Mittelriegel und Falle, sowie Schwenk- und Hakenschwenkriegelschlösser mit Mittelriegel und Falle. Eine Kombination von Hakenriegel und Bolzen ist besonders empfehlenswert. Grundsätzlich empfohlen werden geprüfte und zertifizierte Mehrpunktverriegelungen nach DIN 18251 –neu- ab Klasse 3.

Der Einbau von Mehrpunktverriegelungen in schwache Türblätter (Waben-, leichte Röhrenspanplattenkonstruktionen usw.) ist wenig sinnvoll.
 
Empfehlenswert ist hier alleine der Einbau einer geprüften, einbruchhemmenden Tür nach DIN V ENV 1627 - 1630.

In jedem Fall ist darauf zu achten, dass auf der Bandseite der Tür für gleichwertigen Widerstand gesorgt wird.

Reine Rollzapfenverschlüsse sind nicht zu empfehlen.

Sie erhöhen lediglich den Anpressdruck des Flügels gegen die Abdichtung im Rahmen und dienen vorwiegend dem Wärme- und Schallschutz, sie sind aber keine ausreichend einbruchhemmenden Verschlüsse.

 

INTEGRIERTE DISTANZSPERRE

Inzwischen werden auch Mehrpunktverriegelungssysteme mit integrierter  Distanzsperre angeboten.

Sie bieten Schutz gegen Kriminalität an der Haus- bzw.  Wohnungsabschlusstür (Trick- und Einschleichdiebe, Überfälle usw.)

Nutzen Sie bei Fremdbesuchern konsequent die Türdistanzsperre oder den Türhaltebügel. Nur so erhalten Sie einen kontrollierten Zugang in Ihr Wohnobjekt


SCHLIESSZYLINDER

Schließzylinder sind ein wichtiger Bestandteil einer Türsicherung

Einsteckschlösser für Profilzylinder sind immer mit hochwertigen Schließzylindern auszustatten.

Aber nur in der Systemeinheit von

  • Schloss
  • Schließzylinder
  • Schutzbeschlag
  • Schließblech
  • Bändersicherungen
  • Türblatt- und Türrahmenstabilität
  • ggf. Zusatzschlössern

kann von ausreichender Türsicherung gesprochen werden.

Neben den Profilzylindern findet man in Türen auch Rund- und Ovalzylinder. Rundzylinder alter Bauart sind für Außentüren nur geeignet, wenn sie den u. a. Anforderungen entsprechen.
Sicherheitsstandards für Schließzylinder sind in der überarbeiteten DIN 18252 definiert.


Auswahl gängiger Schließzylinderformen

 

Bei Einbrüchen in Wohn- und Gewerbeobjekte werden Schließzylinder von Straftätern in vielfältiger Weise angegriffen.
Sie müssen daher Schutz bieten gegen die Täterarbeitsweisen

Schlüssel: Mulden, 3D-Fräsung, Zacken, 3-Kurven, Elektronik

Sicherheitsstandards für Schließzylinder sind in der überarbeiteten DIN 18252 definiert.

Die Normenvielfalt und Gütekennzeichnung ist gerade bei Schließzylindern für den Verbraucher eher verwirrend.
Fordern Sie deshalb grundsätzlich:
hochwertige Schließzylinder (geprüft und zertifiziert durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle nach DIN EN 45011, z. B. DIN CETRCO-Berlin – VdS-Schadenverhütung-Köln – Institut für Fenstertechnik e. V.- Rosenheim).

 

Profilzylinder

DIN 18252
(Deutsches Institut für Normung
 – Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH –
DIN CETCO)
Stand 12/2006

EN 1303
(Europa-Norm)

Stand: 04/2005

VdS 2156
(VdS-Schadenverhütung)

Angriffsklasse

Angriffsklasse

---

21, 31 71 *1

Klasse 1

Über den EN/DIN-Prüfungen werden vom VdS höhere An-forderungen u. a. an den Boh-schutz gestellt; eine exakte Gegenüberstellung der Profil-zylinder ist daher nicht zufällig

42 *1
82 *1

Klasse 2

---

Wir empfehlen für gefährdete Außentüren nachfolgende Schließzylinder
- auch wenn Schutzbeschläge mit Ziehschutz vorhanden sind -



21, 31 71 BZ *2

Klasse 1

Klasse A

42, 82 BZ *2

Klasse 2

Klasse B

 

 

*1 nur in Verbindung mit einem Schutzbeschlag DIN 18257 mit Ziehschutz
*2 BZ: Bohr- und Ziehschutz – BS: Bohrschutz

 

Mit dem DIN Prüf- und Überwachungszeichen wird bestätigt, dass der Zylinder der DIN entspricht. Darüber hinaus unterliegt die Produktion einer laufenden Fremdüberwachung durch regelmäßige Kontrollprüfungen.
Neben dem DIN Prüf- und Überwachungszeichen mit zugehöriger Registriernummer müssen die Zylinder u. a. mit DIN 18252, der Klasse (z.B. 21) und der Bezeichnung BS (Bohrschutz) oder BZ (Bohr- und Ziehschutz) gekennzeichnet sein.
Die Prägung, Ätzung oder der Aufdruck dürfen nach Einbau von außen nicht mehr erkennbar sein.


BEACHTEN SIE

Bei Übernahme einer neuen Wohnung, eines Hauses oder eines Gewerbeobjektes und bei Verlust des Schlüssels sind grundsätzlich neue Schließzylinder einzubauen. Niemand kann gewährleisten, ob nicht weitere (alte) Schlüssel im Umlauf sind oder verloren gegangene bzw. gestohlene Schlüssel widerrechtlich benutzt werden.

  • Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben oder er unterwegs gestohlen wurde und Ihre Anschrift für die/den Täter erkennbar sein könnte, sollten Sie unverzüglich Nachbarn oder Freunde bis zu Ihrer Rückkehr mit der Beaufsichtigung Ihrer Wohnung beauftragen.
  • Die Nachfertigung von Schlüsseln und/oder Schließzylindern darf nur durch den Hersteller, autorisierte Händler und gegen Vorlage eines Legitimationsausweises (Sicherungsschein-/ Scheckheft-/ Karte) möglich sein.
  • Einige Hersteller von Schließzylindern bieten versiegelte Verpackungseinheiten von Schließzylinder und Schlüsseln an, zu denen selbst das verarbeitende Gewerbe (Schlüsseldienste, Schlossereien, Sicherheitsfachgeschäfte pp.) unbemerkt keinen Zugriff haben.
  • In der Regel gehören zu einem neuen Schließzylinder drei Schlüssel.
  • Sicherungskarten sollten nicht beim Händler verbleiben und/oder dort deponiert werden. Sie gehören zu Ihren persönlichen Unterlagen, die sicher aufzubewahren sind.



Fragen Sie uns, wenn Sie

  • den Einbau einer Schließanlage (Zentralschloss-, Hauptschlüssel-, Generalhauptschlüsselanlagen) planen,
  • innovative, elektronische Schließsysteme einbauen möchten (nach VdS 2156-2 Klasse A - C),
  • motorisch angetriebene, Transponder gesteuerte, biometrisch überwachte, selbst schließende (Mehrpunkt-) Verriegelungssysteme benötigen.


selbstverriegelndes Fluchttürschloss mit elektrischem Türöffner für die  Eingangstür im Mehrfamilienhaus

Wer schon einmal in einem Mehrfamilienhaus gewohnt hat, kennt die Probleme: Die einen haben ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis und fordern das abendliche Abschließen der Haustür zum Schutz vor Einbrechern. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch der Versicherungsschutz im Schadensfall. Die anderen fürchten zu Recht, dass dadurch im Gefahrenfall der Fluchtweg blockiert sein könnte. Ständigen Ärger – und ein echtes Sicherheitsproblem – verursacht auch die manuelle Dauerentriegelung der Türöffnerfalle. Dadurch lässt sich die Haustür jederzeit auch von außen ohne Schlüssel öffnen. Dies wird besonders gerne gemacht, um mal eben kurz den Müll rauszubringen oder den Kindern einen freien Zugang zu ermöglichen.
Ein weiteres Problem: Besucher können spät abends das Haus nicht ohne den Gastgeber verlassen, wenn abgeschlossen ist. Doch damit nicht genug, auch die Hausverwaltung ist betroffen. Einerseits steht sie zwischen den Fronten, wenn es um eine entsprechende Regelung in der Hausordnung geht, andererseits haftet sie unter Umständen im Brandfall für Personenschäden bei verschlossenem Fluchtweg. Zusammengefasst muss so ein Haustürschloss im Idealfall also eine ganze Menge leisten: bestmöglich vor Einbruch schützen, jederzeit einen sicheren Fluchtweg ermöglichen und eine komfortable Handhabung  gewährleisten.

Durch diese Technik ist die Haustür ständig – Tag und Nacht – verschlossen. So sind die Wohnungen vor Einbrechern und anderen ungebetenen Gästen gut geschützt. Das Haus kann jederzeit – bei Gefahr und im „Normalbetrieb“ – auch ohne Schlüssel durch die Haustür verlassen werden. Diese kann ebenfalls jederzeit über den Türöffner in der Wohnung geöffnet werden, auch wenn sie permanent durch die Selbstverriegelung verschlossen ist.

 

SCHUTZBESCHLÄGE

FÜR ABSCHLUSSTÜREN (Türschilder)

Überstehende Schließzylinder oder von außen abschraubbare Schutzbeschläge sind eine Einladung an Einbrecher!
Einbruchhemmende Schutzbeschläge nach DIN EN 1906, Klassen 3 und 4, nach DIN 18257 neu, Klasse ES 1-3, bzw. nach den Richtlinien der VdS Schadenverhütung (VdS 2113) erschweren …         

  • das Abdrehen,
  • das Abbrechen,
  • das Herausziehen,
  • das Durchschlagen von Schließzylindern,
  • das Anbohren der Mechanik des Schlosses,
  • die „Schlagtechnik“ und verstärken das Türblatt im Bereich der Schlosstasche.


Der Schutzbeschlag muss

  • den Schließzylinder eng umschließen,
  • durch eine vorgesetzte Zylinderabdeckung das Herausziehen des Schließzylinders verhindern,
  • durch seine Form das Ansetzen von Werkzeug erschweren,
  • von innen verschraubbar (stabiler Schraubendurchmesser) und
  • aus massivem gehärtetem Stahl (bei VdS Klasse B mind. 10mm) gefertigt sein.

Entsprechend der beabsichtigten und notwendigen Schutzwirkung werden einbruchhemmende

Schutzbeschläge nach folgenden Widerstandsklassen definiert:

 

Schutzbeschläge

Gefährdungsgrad

Widerstandsklassen nach

Klassifizierung nach VdS 2113

geringe Gefährdung

DIN EN 1906

DIN 18257

---

Klasse 1

ES 0
gering einbruchhemmend

nicht für enbruchhemmende Türen empfohlen

normale Gefährdung

Klasse 2

ES 1
einbruchhemmend

A
einfache
Einbruchhemmung

erhöhte Gefährdung

Klasse 3

ES 2
stark einbruchhemmend

B
mittlere
Einbruchhemmung

hohe Gefährdung

Klasse 4

ES 3
extrem
einbruchhemmend

C
erhöhte
Einbruchhemmung

 

Die Anforderungen nach DIN bzw. VdS gelten nur für einbruchhemmende Schutzbeschläge (Lang-, Kurzschilder und Schutzrosetten), die an Außentüren angebracht werden.

 

 

 

SICHERHEITSLANGSCHILD MIT ZYLINDERSCHUTZ

Grundsätzlich wird der Einbau von Schutzbeschlägen
mit Zylinderziehschutz (Zylinderabdeckung ZA) empfohlen.

Bei ca. 4 % der Einbrüche griffen Einbrecher Schließzylinder an, weil sie vorstanden oder die Türschilder abschraubbar waren.

 

Sicherheitsrosetten mit Zylinderziehschutz Zylinderabdeckung ZA)
Ein guter Vollstahlschild ohne Zylinderziehschutz ist nur in Verbindung mit einem zieh- und bohrgeschütz-ten Schließzylinder nach DIN V 18252 ausreichend einbruchhemmend.

 

Um sonstigen Manipulationen an Schließzylindern vorzubeugen (verkleben, Verstopfen, Zusprühen), bietet der Fachhandel Spezialtürschilder an (z.B. Visierbeschläge).




Zylinderziehschutz durch Visierbeschläge.

Bilder: © ABUS, ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH

 

 

Zusatzschlösser mit Sperrbügel, Gegensprechanlage, Türspion (Überfallschutz)


Betrügereien, Einschleich- und Trickdiebstähle „zwischen Tür und Angel“ gehören zum kriminellen Alltag. In Ausnahmefällen kann es sogar zum Raubüberfall an der Haus- oder Wohnungstür kommen. Dabei nutzen Täter die Arglosigkeit und Hilfsbereitschaft der Bewohner und das Überraschungsmoment aus.
Dem Straftäter kann durch sicherheitsbewusstes Verhalten sein Vorhaben erschwert werden. Die nachfolgenden technischen Sicherungen bieten Ihnen wirksame Hilfestellung zu Ihrem sicherheitsbewussten Verhalten.

Empfehlenswerte Zusatzsicherungen bieten Ihnen die Funktionen:

  • gesichertes, spaltweites Öffnen der Tür durch Sperrbügel oder Stahlpanzerkette
  • bequeme Schließbarkeit der Sicherung von innen und außen
  • zusätzlicher Einbruchschutz bei An- und Abwesenheit.


KASTENSCHLOSS MIT SPERRBÜGEL

mauerverankerter Schließkasten
Das Kastenschloss bietet einen zusätzlichen Einbruchschutz nur dann, wenn

  • das Schloss fest auf dem Türblatt montiert und
  • der Schließkasten mauerverankert wird.


Grundsätzlich empfehlenswert sind Produkte, die über ein Prüfzeugnis einer Prüf- bzw. Zertifizierungsstelle verfügen, z.B. nach DIN 18104 Teil 1 oder VdS

Für Rohrrahmentüren (auch mit Glasfüllung) gibt es Kastenschlösser mit Sperrbügel in passender Ausführung. Bei der Montage ist besonders auf die fachgerechte Befestigung von Schloss und Schließkasten zu achten.
In der Regel werden Kastenschlösser von innen mit einem Drehknauf bedient. Bei Türen mit Glasfüllung sollte dieses Schloss mit Innenzylinder versehen bzw. der Drehknauf verschließbar sein.

 

QUERRIEGELSCHLOSS MIT SPERRBÜGEL

Einen höherwertigen Schutz bieten geprüfte und zertifizierte Querriegelschlösser. Diese Schlösser müssen besonders fest montiert werden. Dazu sind die Schließkästen auf Metallunterplatten zu befestigen, die mit schräg ins Mauerwerk
verlaufenden Schwerlastdübeln verankert werden.

 

STANGENRIEGELVERSCHLUSS MIT SPERRBÜGELSCHLOSS

In Einzelfällen bietet sich auch der Einbau eines aufgesetzten Stangenriegelverschlusses mit Sperrbügelschloss (insbesondere bei Doppelflügeltüren) an.
Hierbei ist auf die stabile Befestigung des oberen Schließkastens und auf einen ausreichend tiefen Riegeleinschluss in den Boden zu achten.

Inzwischen werden auch Mehrpunktverriegelungssysteme mit integrierter Distanzsperre angeboten.
Sie bieten Schutz gegen Kriminalität an der Haus- bzw. Wohnungsabschlusstür (Trick- und Einschleichdiebe, Überfälle usw.).
Nutzen Sie bei Fremdbesuchern konsequent die Türdistanzsperre!

 

AUFGESETZTE MEHRPUNKTVERRIEGELUNG

  • Bei aufgesetzten Stangenriegelverschlüssen ist auf die ausreichende (wenn   möglich – mauerverankerte -) Installation sämtlicher Schließkästen zu achten.
  • Auch der Befestigung der Stangen auf dem Türblatt kommt Bedeutung zu.
  • Riegeleinschlüsse in Fußböden und Decken müssen tief geführt und im Boden gegen Verschmutzung geschützt werden.   
  • Die außen liegenden Schließzylinder sind abzudecken.
  • Mehrpunktverriegelungssysteme mit integrierter Distanzsperre werden besonders empfohlen, da sie weiterreichenden Schutz bieten.

 

BEACHTEN SIE:

Die Positionierung der zusätzlichen Schließstellen sollte sich an den Hinweisen der DIN 18104 Teil 1 Anhang C orientieren.
Mehrpunkverriegelungen sind nur dann sinnvoll, wenn ihre Haken-, Schwenk- und Schubriegel oder Bolzen in Schließbleche/Stahlzargen einschließen, die sich durch ausreichende Materialstärke und der Bausubstanz angepasste Befestigung  auszeichnen.
Vergleichen Sie die Kosten einer aufgesetzten Mehrpunktverriegelung mit dem Angebot geprüfter, einbruchhemmender Türelemente nach DIN EN 1627 –1630 ab RC 2.


BEACHTEN SIE

  • Wohnungsabschlusstüren sollten über einen Weitwinkelspion (mind. 180 Grad) oder eine Video- Gegensprechanlage verfügen. Beide erlauben allerdings nur eine erste Vorkontrolle. Grundsätzlich sollte die Tür nur mit vorgelegtem Sperrbügel geöffnet werden.
  • Kastenschlösser mit Sperrbügel haben auch noch einen positiven Nebeneffekt. Sie können auch als Kindersicherung genutzt werden!
  • Abschließbare Sperrketten bieten keinen nennenswerten Einbruchschutz. Sie sollten nur dort Verwendung finden, wo die vorgenannten Schlösser nicht eingebaut werden können.
  • Nicht empfehlenswert sind Zusatzschlösser und Sperrketten, die von außen nicht schließbar sind. Im Notfall verhindern sie den Zutritt zur Wohnung, wenn sie von innen verriegelt sind.
  • Lassen Sie sich nicht durch „Tricks“ zum Öffnen der Tür verleiten (z.B. Auftreten angeblicher Amtspersonen, Mitleidsmasche, Mitteilungen und angebliche Lieferungen für Nachbarn, Befragungen usw.).


Bilder: © ABUS, ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH

 

Querriegelschlösser

Querriegelschlösser ermöglichen einen massiven Verschluss von Haus-, Keller-, Neben- und Wohnungsabschlusstüren.
Sie sind i.d.R. von innen und außen schließbar. Ihr Sicherheitswert hängt wesentlich von der Beschaffenheit der Schließkästen inklusive Unterlegplatten und deren Befestigung ab.
Als Nachrüstungsmaßnahme für oftmals schwach ausgelegte Wohnungstüren ist die Sicherung mit einem Querriegel besonders geeignet.


VORTEILE VON QUERRIEGELSCHLÖSSERN:

  • sie verstärken das Türblatt
  • sie sichern Schloss- und Bandseite einer Tür gleichermaßen
  • durch den weiten Riegelausschluss können die Schließkästen besonders fest neben der Zarge im Mauerwerk verankert werden
  • Einbrecher werden durch den mitten auf der Tür angebrachten Schließzylinder abgeschreckt.

     
Querriegelschlösser sind im Preis- / Leistungsverhältnis eine gute und sinnvolle Absicherungsmaßnahme für Wohnungsabschlusstüren

Grundsätzlich empfehlenswert sind Produkte, die über ein Prüfzeugnis verfügen, z.B. DIN 18104 Teil 1 oder VdS.     

 

BEACHTEN SIE FOLGENDE HINWEISE:

Querriegelschlösser sind Zusatzverriegelungen.



Alle anderen Sicherheitskomponenten der jeweiligen Tür sollten überprüft und bei Bedarf verbessert werden.

Querriegelschlösser sollten besonders fest und unterhalb des vorhandenen Schlosses montiert werden. Dazu sind die Schließkästen auf Metallunterplatten zu befestigen, die gemäß den Herstellerhinweisen und DIN 18104, Teil 1 Anhang C - Besondere Befestigungstechnik – verankert werden.

Hier lohnt sich der Mehraufwand an Montagekosten.
An Haus- und Wohnungsabschlusstüren sind Querriegel mit integriertem Sperrbügel als Personenschutzmaßnahme (Überfallschutz) be-sonders empfehlenswert

 „Verhalten Sie sich sicherheitsbewusst!

Nicht immer gehört dieser Sperrbügel zum Lieferumfang. Er ist jedoch eine sinnvolle und lohnenswerte Ergänzung, die einen Mehraufwand rechtfertigt.

Ist in Ihrer Wohnung der Eingangsbereich / Flur sehr schmal und rechts bzw. links neben der Tür fehlt der Platz zur Anbringung der mauerverankerten Schließkästen, können die Riegel (unter Verwendung einer speziellen Wandhülse) auch in das Mauerwerk geschlossen werden.

Grundsätzlich sind auch die Schließzylinder von Querriegeln mit hochwertigen Schutzrosetten mit Zylinderziehschutz abzusichern. Sie geben dem Riegel im Zylinderbereich zusätzliche Stabilität und bieten Schutz gegen bestimmte Angriffe auf den Schließzylinder.

Gefährdete Kelleraußentüren können mit einfachen Vorlegestangen aus Vierkantholz oder -rohr in stark befestigten Halterungen gesichert werden.
Die Sicherung durch Schubriegel ist eine Möglichkeit Türen, die nach außen zu öffnen sind zu sichern. Die Verwendung von Schlossschrauben und einer Verschraubung von außen nach innen erhöht die Sicherheit enorm.  Bei zu schwachen Türblättern oder bei Türen mit Glasfüllungen müssen die Vorlegestangen gegen Einwirkung von außen mit Hangschlössern, Splinten oder Verschraubungen befestigt werden.
Industriell gefertigte Innenquerriegel (mit/ohne Profilzylinder) sind einfacher zu bedienen.

Für Türen, die nach außen öffnen, sind spezielle Befestigungssets erforderlich, die der Handel anbietet.
 

Bilder: © ABUS, ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH, VdS, Sondermann

 

BÄNDER UND BÄNDERSICHERUNGEN

Häufig sind Bänder nur mit je einem Trägerbolzen im Türblatt und in der Zarge befestigt. Sie können leicht herausgerissen bzw. ausgebrochen werden. Türen mit schwachen Einbohrbändern müssen durch Bändersicherungen zusätzlich gesichert werden; besonders dann, wenn die Bänder außen liegen und somit leicht angreifbar sind.

Der Fachhandel bietet verschiedene zusätzliche Sicherungen für die Bandseite von Türen an:

  • aufschraubbare Bändersicherungen
    (VdS oder DIN 18104 Teil 1 geprüft)
  • Hintergreifhaken
    sie müssen mindestens zweifach, z.B. in Kopf- und Kniehöhe, installiert werden.

Bilder: © ABUS, KFV, VdS


Mauerverankerte Hintergreifhaken (und Schließbleche) geben der Türzarge zusätzliche Stabilität. Diese wird weiter erhöht, wenn Zargen besonders im Bereich des Schließbleches und der Bändersicherung ausreichend hinterfüttert werden.

  •  Ein Herstellerverzeichnis für geprüfte Nachrüstprodukte finden Sie im Internet unter:

 
www.polizei.bayern.de/schuetzenvorbeugen/beratung/technik/index.htm